Blog zu Legasthenie und Dyskalkulie

Arbeitskreis Legasthenie Bayern e.V.

Studie zum Erfolg von Legasthenie-Therapie

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Liebe Eltern,

viele Eltern haben Angst davor, ihre Kinder bei einem Verdacht auf eine Störung wie beispielweise Legasthenie testen zu lassen. Sie befürchten, dass ihre Kinder durch die Diagnose abgestempelt werden und in der Schule einen Nachteil zu befürchten hätten. Es ist jedoch sehr wichtig, dass betroffene Kinder diagnostiziert werden, damit sie eine entsprechende Therapie erhalten und ihnen so der Alltag erleichtert werden kann. Ich bin Schulpsychologie-Studentin an der LMU München und möchte im Zuge meiner Zulassungsarbeit testen, wie sich die Therapie auf bestimmte Aspekte des schulischen Leistungsvermögens auswirkt.

Dazu benötige ich Kinder, die ihre Legasthenie-Diagnose gerade erst erhalten haben und noch nicht bzw. noch nicht lange in Therapie sind. Ihre Kinder sollen dazu zweimal einen kurzen Test bearbeiten, der an der LMU München stattfinden wird. Der erste Teil der Studie soll noch Ende dieses Jahr stattfinden, der zweite vermutlich ca. ein halbes Jahr später. Auch Sie als Eltern sollen einen kurzen Fragebogen beantworten. Selbstverständlich wird darauf geachtet, dass Sie und ihre Kinder nicht mehr als nötig belastet werden und so wenig Zeit wie möglich investieren müssen. Eine Aufwandsentschädigung kann ich als Studentin leider nicht gewähren. Jedoch können Sie durch die Teilnahme möglicherweise einen Beitrag dazu leisten, dass in Zukunft mehr betroffene Kinder diagnostiziert und behandelt werden können.

Falls sie Interesse an der Studie oder Fragen dazu haben, melden Sie sich gerne telefonisch unter 0163-7706025 oder per E-Mail (verena.sinzger@gmx.de) bei mir.

Über ihre Mithilfe würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen,

Verena Sinzger

Tipps für Eltern

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AKL - Tipps für Eltern

Ihr Kind leidet unter Legasthenie oder Dyskalkulie? Hier sind hilfeiche Tipps für Eltern  aufgelistet!

Besonders schwierig ist die Situation für die Eltern, wenn die Störung lange nicht erkannt wurde und sich die Probleme, wie z.B. Hausaufgabenkonflikte, bereits verfestigt haben. Es kommt immer häufiger zu Streitsituationen, die bei Ihrem Kind negative Reaktionen hervorrufen, anstatt auf eine Verbesserung abzielen.

Oft hilft nur noch  eine Therapie, bei der ein „neutraler”, fachlich geschulter Therapeut die Behandlung des Kindes übernimmt und gleichzeitig die Eltern berät. So wird eine bestmögliche Unterstützung für Kind und Familie möglich.

Die grundlegenden Tipps sind hier für Sie zusammengefasst:

Beginnend beim wichtigsten Aspekt:  Den Druck aus der Situation herausnehmen. So spürt Ihr Kind wieder mehr Entlastung und kann die Hilfe offen und ohne Druck annehmen. Auch die Eltern fühlen sich in der neu geschaffenen Situation wieder leichter.

Ihre Kinder brauchen gerade in dieser Zeit viel Zuwendung und Liebe, auch wenn Sie mit schlechten Noten nachhause kommen. Die Anstrengung des Kindes verdient Lob, nicht nur die gute Schulnote.

Natürlich ist es auch für die Eltern wichtig zu wissen, dass sie keinerlei Schuld an der Legasthenie oder Dyskalkulie ihres Kindes tragen.

Versuchen Sie folgende Punkte beim Üben mit Ihrem Kind zu beachten:

  • spielerisches Üben (mit Lernspielen, spielerischem Material…)
  • kurze Zeiteinheiten, aber regelmäßig (z.B. an jedem Schultag 10 bis 15 Minuten)
  • alle richtig geschrieben Worte zählen oder alle richtig gerechneten Aufgaben anerkennen – nicht die falschen
  • viel loben, auch beim geringsten Fortschritt, aber nie ohne Grund; es sollte keine leere Methode sein
  • geduldig bleiben
  • dem Kind Erfolge vermitteln auch wenn sie ganz klein sind!

Gerne beraten wir Sie bei allen weiteren Fragen rund um die  Themen Legasthenie und Dyskalkulie – natürlich kostenfrei und unverbindlich (Beratungsstellen).

Legasthenie- und Dyskalkulietherapien: Note “sehr gut” für den Arbeitskreis Legasthenie Bayern e.V.

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Umfrage ergibt: Selbstbewusste, gestärkte Kinder, zufriedene Eltern

Wie gut helfen kombinierte Lern- und Psycho-Therapien Kindern mit Legasthenie (Lese-Rechtschreib-Störung) oder Dyskalkulie (Rechenstörung)? Wie zufrieden sind die Eltern? Und: Wünschen Familien sich mehr Online-Aufgaben, die die Schüler am Computer z. B. mit Skype, Messenger oder im Chat lösen müssen? Das wollte der Arbeitskreis Legasthenie Bayern e. V. im 37. Jahr seines Bestehens wissen. Das AKL-Bayern-Team fragte bei Müttern und Vätern nach, deren Kinder beim AKL-Bayern eine Therapie machen oder bereits absolviert haben. 303 Eltern antworteten und gaben dem Arbeitskreis beste Noten.

„Waren Sie bzw. sind Sie mit dem Ergebnis der Therapie beim AKL-Bayern zufrieden?“ – Darauf antworteten 78,21 % der Teilnehmer mit „ja, sehr zufrieden“ oder „ja, zufrieden“. Eine Verbesserung der Lese-Rechtschreib- oder Rechenleistung ihres Nachwuchses konnten  bislang 68,20 Prozent aller Befragten beobachten. 81,63 % der Eltern gaben an, ihr Kind sei gerne bis sehr gerne zur Therapiestunde gegangen und 79,15 % betonten, die Beziehung zum Therapeuten hätte den Erwartungen entsprochen.

Am meisten Uneinigkeit unter den Eltern herrschte wohl bei der Frage, ob sie Online-Lernangebote für ihr Kind wünschen – alternativ zu oder zusätzlich zu Therapiestunden vor Ort. Von „würde ich begrüßen“ bis hin zu „finde ich gar nicht gut“ reichte die Bandbreite der Antworten. Insgesamt antworteten auf die Frage:  „Wenn der AKL einige Übungen online zur Verfügung stellt, würde Ihr Kind sich vorstellen können, die Übungen dann auch per Skype, Messenger oder Chat zu machen?“ 38,75 Prozent der Eltern mit „ja“, weitere 26,57 % Prozent fanden ein Online-Angebot als Ergänzung zur persönlichen Betreuung begrüßenswert.

85,48 % aller Befragen antworteten, sie würden den Arbeitskreis Legasthenie Bayern e. V. und seine Therapien weiterempfehlen. 82,50 % fanden die Betreuung durch die Geschäftsstelle sehr gut bis gut. Auch ganz persönlichen Dank erntete der Arbeitskreis, so schwärmten Eltern z. B.: „Beide Töchter haben emotional und fachlich ungeheuer von der Therapie profitiert“, „Wir sind sehr froh und dankbar für die Unterstützung“ oder „Mein Sohn ist offener und nicht mehr so ängstlich.“ Die Teilnehmer nutzten auch die Gelegenheit, Kritik zu formulieren und Wünsche an den AKL-Bayern zu äußern. Das AKL-Bayern-Team dankt allen, die sich die Zeit nahmen, bei der Umfrage mitzumachen. Geschäftsführer Rainer Eckerl betont: „Mit den einzelnen Verbesserungsvorschlägen setzen wir uns auseinander, ansonsten tun wir auch im neuen Jahr alles dafür, dass sich Eltern wie Kinder bei uns gut betreut fühlen, dass Lernen wieder Freude macht und Erfolg in Schule und Beruf auch mit Legasthenie oder Dyskalkulie möglich ist.“

Informationen über Legasthenie, Dyskalkulie und ihre Behandlung gibt es für ganz Bayern bei der zentralen Geschäftsstelle des Arbeitskreis Legasthenie Bayern e. V.,  Tel. 089-4111 49 200, www.akl-bayern.de, info@akl-bayern.de.