Blog zu Legasthenie und Dyskalkulie

Arbeitskreis Legasthenie Bayern e.V.

Legasthenie und Fremdsprachen

No Comments »

Eine Legasthenie geht meist auch mit Schwierigkeiten beim Erlernen von Fremdsprachen einher. Die Anwendung folgender Lernstrategien und Techniken kann für das Kind beim Fremdspracherwerb hilfreich sein:

Wichtig ist es, den Lernstoff regelmäßig zu wiederholen. Für Vokabeln eignet sich die Anwendung eines Karteikastensystems oder die Verwendung einer Lernsoftware mit Vokabellisten, am besten passend zum Schulbuch. Der Lernstoff sollte gut lesbar für das Kind sein, deshalb auf Schriftgröße und Schriftart achten. Am besten keine handschriftlichen Vorlagen des Kindes verwenden, da Kinder mit Legasthenie häufig über eine schwer leserliche Handschrift verfügen. Die Vorlage größer zu kopieren oder Wichtiges anzustreichen bzw. zu markieren kann das Lernen für das Kind zusätzlich erleichtern.

Beim Lernen unbedingt mehrere Sinneskanäle benützen. Das heißt Vokabeln nicht nur lesen, sondern auch schreiben, aufsagen, hören etc. Dies erhöht deutlich die Behaltensleistung. Wichtig ist es auch nicht zu ähnlichen Lernstoff gemeinsam oder kurz hintereinander zu lernen. Das heißt nach Englisch nicht Französisch lernen oder nicht alle Wörter mit „a“ lernen, sondern den Lernstoff abwechseln. Um sich den Lernstoff einzuprägen, können Eselsbrücken hilfreich sein. Dabei erleichtern sowohl bekannte Eselsbrücken wie z.B. „he, she, it, das s muss mit“, aber auch selbst erfundene Eselsbrücken das Merken des Lerninhaltes. Das Lernen von Grammatikregeln kann vereinfacht werden, indem Grammatikerklärungen auf Deutsch erfolgen bzw. dem Kind übersetzt werden. Sinnvoll ist es auch mit dem Kind ein Merkheft anzulegen, indem die wichtigsten Grammatikregeln der jeweiligen Fremdsprache zusammengefasst sind.

Leave a Reply

*