Blog zu Legasthenie und Dyskalkulie

Arbeitskreis Legasthenie Bayern e.V.

Arbeitskreis

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Wer ist der Arbeitskreis Legasthenie Bayern e.V.?

Anfänge

Vor gut vierzig Jahren musste eine Mutter in München erkennen, dass einer ihrer Söhne trotz seines hellen Köpfchens, trotz guten Willens und bester Schule das Lesen und Schreiben einfach nicht erlernte. Er blieb sitzen. Er weinte. Er übte. Er beneidete seinen großen Bruder. Er wollte nicht mehr zur Schule. Was tun? Spezielle Hilfen waren unbekannt. Mit dem Rat: „Üben, üben, üben“ oder dem Trost: “Das kommt schon noch“ wollte diese Mutter sich nicht abfinden.

Sie suchte, stieß auf das Wort „Legasthenie“ und machte sich kundig. Sie engagierte sich persönlich in der Schule ihrer Söhne, ließ sich in den Elternbeirat wählen und gewann den Rektor für die Idee, einen Förderkurs mit gezielten Lehr- und Spielmethoden für ihren Sohn und ein paar weitere Schüler einzurichten. Der Erfolg blieb nicht aus. Er sprach sich herum. Aus umliegenden Schulen kamen Nachfragen und Hilferufe. Weitere Fördergruppen entstanden, Erkenntnisse und Methoden wurden ausgetauscht und ausgebaut.

Das Netzwerk wuchs. Eine zentrale Lenkung wurde notwendig. Die Mutter gründete 1974 den gemeinnützigen ARBEITSKREIS LEGASTHENIE BAYERN e.V. 1989 wurde sie für ihr herausragendes Engagement mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

Heute

Gemeinnützig:

Seit der Gründung besteht der Arbeitskreis Legasthenie Bayern e.V. als gemeinnütziger Verein.

Professionell:

Der Verein unterhält derzeit über einhundert Therapiestellen in Bayern. Kinder, Jugendliche und Erwachsene nehmen das Therapieangebot wahr. Er kooperiert mit ca. 70 bayerischen Jugendämtern.

Die Therapeuten sind ausnahmslos Diplompsychologen mit Zusatzqualifikation und kontinuierlicher Weiterbildung im Bereich der Teilleistungsstörungen. Die Qualität der therapeutischen Arbeit wird durch die Fachliche Leitung kontrolliert und gesichert. Das Konzept wird stetig nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen weiterentwickelt.

Die langjährige wissenschaftliche Mitarbeiterin Dr. Edith Klasen wurde 2009 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Engagiert:

Ziel des gemeinnützigen Vereins ist es, betroffenen Kindern zu helfen, die Folgen ihrer Legasthenie und/oder Dyskalkulie zu überwinden und ihnen eine ihrer Begabung entsprechende Schullaufbahn zu ermöglichen.

Er bietet Beratung, Testung, Therapie, Informationsmaterial, Vorträge.

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